Demonstration der Heilmittelerbringer in Köln

Demonstration der Heilmittelerbringer in Köln

Am Samstag, 26.05.2018 demonstrierten in Köln 4000 Heilmittelerbringer für eine angemessene Vergütung, Verbesserung der Ausbildungssituation und Bürokratieabbau.

Veranstaltet vom Bund vereinter Therapeuten demonstrierten am Samstag Physiotherapeuten zusammen mit Ergotherapeuten, Masseuren und medizinischen Bademeistern, Logopäden und Podologen, um die Stellung der 300.000 Heilmittelerbringer im Gesundheitssystem zu verbessern.

Bei schönstem Wetter begann der Demonstrationszug am Deutzer Bahnhof und verlief über die Deutzer Brücke und durch die Kölner Altstadt zum Dom. Dabei machten die Teilnehmer mit Schildern, Ballons, Trillerpfeifen und Trommeln auf sich aufmerksam. Vor dem Kölner Dom traten Vertreter der jeweiligen Berufsgruppen abwechselnd mit einem musikalischen Rahmenprogramm auf einer Bühne auf, um ihren Forderungen Gehör zu verschaffen.

Neben der Forderung nach angemessener Vergütung, der mit einem Bürokratieabbau einhergeht, wurde die Forderung nach einem Sitz der Heilmittelerbringer im Gemeinsamen Bundesausschuss laut. So sind im wichtigsten Gremium des Gesundheitssystems in Deutschland keine Therapeuten vertreten. Des Weiteren wurde eine Änderung der Rahmenbedingungen während der Ausbildung gefordert, so dass Therapeuten in Zukunft nicht mehr die Ausbildung selbst bezahlen müssen, sondern eine Ausbildungsvergütung erhalten. Aber nicht nur therapeutische Aspekte wurden gefordert. Auch die Budgetierung der ärztlichen Verordnung soll aus Sicht des Bundes vereinter Therapeuten abgeschafft werden.

Mit einer Teilnehmerzahl von 4000 Therapeuten war die Demonstration in Köln die größte Veranstaltung gefolgt von den Demos in Berlin, München und Essen, die in den letzten Jahren stattfanden. Auch in Zukunft werden sich Therapeuten des Ambulanten Rehazentrum Koblenz für ihre berufliche Zukunft auf Demonstrationen und in Berufsverbänden einsetzen.

Frank Schuhmacher - Ambulantes Rehazentrum Koblenz

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